TOP Ö 1: Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hier: Stand der Vorbereitungen in Billerbeck

Zu diesem Tagesordnungspunkt wird Herr Pollmann, zuständig bei der Kreispolizeibehörde Coesfeld für die WM 2006, begrüßt.

 

Herr Messing berichtet zunächst, dass die Verwaltung bzgl. der Sicherheitsvorkehrungen bei den Veranstaltungen im ständigen Dialog mit der Kreispolizeibehörde stehe. Die Mannschaft selbst werde durch den Sicherheitsdienst Securitas abgeschirmt.

 

Herr Pollmann berichtet dann über die seitens der Kreispolizeibehörde getroffenen Sicherheitsvorkehrungen für die WM. Er führt u. a. aus, dass bei den Public Viewing-Veranstaltungen der Gelsenwasser AG, die in verschiedenen Gemeinden des Kreises durchgeführt werden, ein einheitlicher Standard angestrebt worden sei. So würden Zugangskontrollen durchgeführt, es gelte ein Ausschankverbot von alkoholischen Getränken in Gläsern und es werde ein Sicherheitsdienst eingesetzt. Die Stadt als Veranstalter beauftrage einen privaten Sicherheitsdienst mit den Eingangskontrollen. Es sei nicht Aufgabe der Polizei, diese Kontrollen durchzuführen. Überhaupt werde sich die Polizei nicht über Gebühr präsentieren. Mit dem Anreisen von Hooligans werde nicht gerechnet, zunächst werde von einer friedlichen Ausgangslage ausgegangen.

 

Herr Kortmann erkundigt sich, welche Maßnahmen die Kreispolizeibehörde z. B. im Bereich des Hotels und am Helker Berg ergreife und ob für das öffentliche Training Straßensperrungen erforderlich seien.

Herr Pollmann erläutert, dass das Hotel und die Sportstätten nur mit Akkreditierung betreten werden dürfen. Für die Überwachung sei der Sicherheitsdienst Securitas verantwortlich, der als Generalunternehmen für die Fifa auftrete. Hierzu gebe es ein Konzept der Zugangskontrollen zum Helker Berg und zur Weißenburg, das mit der Polizei abgestimmt sei. Unabhängig davon, dass der Sicherheitsdienst Securitas verantwortlich ist, sei sichergestellt, dass bei Bedarf auch die Polizei in kürzester Zeit vor Ort ist.

Im Übrigen würden keine Straßen gesperrt, geplant sei eine Kanalisierung des öffentlichen Verkehrsstromes. Die K 30 werde als Einbahnstraße ausgeschildert, damit dort beidseitig geparkt werden könne.

 

Herr Wieling fragt nach, ob der Sicherheitsdienst auch beim öffentlichen und nichtöffentlichen Training dafür sorge, dass sich im Umfeld des Sportzentrums keine Zuschauer aufhielten.

Herr Messing geht davon aus, dass der Abstand zur Finnbahn ausreiche. Wenn sich dort Zuschauer aufhalten, sei das nicht so dramatisch. Wenn sich aber Kamerateams nicht rechtzeitig  zurückzögen, werde der Sicherheitsdienst eingesetzt. Die Zuwegung zu Möllerings Hügel könne im Bedarfsfall aber abgesperrt werden, da das Anbringen eines Sichtschutzes bei der Zaunanlage und Topographie nicht möglich sei.

 

Herr Heuermann erkundigt sich nach dem Einsatz des Rettungsdienstpersonals.

Herr Messing berichtet, dass sowohl bei der Public Viewing als auch beim öffentlichen Training das DRK vor Ort sein werde. Es würden alle Auflagen erfüllt. Man unterliege  nicht mehr der Verpflichtung, einen Notarzt vorzuhalten, da in Billerbeck eine Rettungswache angesiedelt sei.

 

Zur Nachfrage von Herrn Schlieker, ob Ausschreitungen erwartet würden, teilt Herr Pollmann mit, dass es keinerlei Hinweise hierauf gebe. Außerdem hätten sich die in den letzten Jahren ergebenden Ausschreitungen nicht an den Mannschaftsquartieren oder Trainingsstätten ereignet.

 

Nach der Beantwortung weiterer Fragen verabschiedet sich Herr Pollmann.

 

Herr Messing stellt dann die Highlights der Fußball-WM in Billerbeck vor. Dabei handelt es sich im Einzelnen um die Ankunft der Mannschaft von Serbien und Montenegro am 6. Juni, das öffentliche Training am 8. Juni, die Übertragung des Eröffnungsspiels, die Übertragung sämtlicher WM-Spiele auf Großbildleinwand im Bürgerhaus, das WM-Fan-Fest am 18.06.06 und schließlich die Übertragung des Endspiels auf Großbildleinwand am Helker Berg.

 

Dann geht Herr Messing auf die Finanzierung ein. Insgesamt gehe er zurzeit von Kosten in Höhe von rd. 17.000,-- € aus, wobei noch ca. 2.500,-- € für die Aufstockung der Sicherheitsmaßnahmen hinzukommen können. Dem stünden Einnahmen in Form von Spenden von Billerbecker Unternehmen sowie der Werbegemeinschaft in Höhe von 5.000,-- bis 7.000,-- € und der Sparkassenstiftung in Höhe von 5.000,-- € gegenüber. Darüber hinaus würden noch weitere Spenden erwartet. Heute gehe er von einer Finanzierungs- und Deckungslücke von ca. 5.000,-- € aus.

 

Herr Wieling macht deutlich, dass die Stadt darüber hinaus Personalkosten beisteuere.

Weiter erkundigt sich Herr Wieling nach den Kosten, die für die Herrichtung des Sportplatzes zusätzlich angefallen sind.

Hierzu berichtet Herr Messing, dass die Stadt von einem Rasenkompetenzteam begleitet wurde. Aufgrund des langen und strengen Winters und unabhängig von dem Training der Mannschaft von Serbien und Montenegro hätte der Rasen aufgearbeitet und mit einer Rasentragschicht versehen werden müssen.

 

Herr Fehmer stellt heraus, dass er bzgl. der von Herrn Pollmann geschilderten Sicherheitsaspekte positiv überrascht sei. Für die Planung des abgerundeten Rahmenprogrammes spreche er den hieran beteiligten Mitarbeitern der Verwaltung ein großes Lob aus. Die noch bei der Stadt verbleibenden Kosten in Höhe von rd. 5.000,-- € sehe er als gute Zukunftsinvestition an.

 

Auf Einwand von Herrn Fehmer ergibt sich eine kurze Erörterung, ob bzgl. der außerplanmäßigen Kosten bereits ein Beschluss gefasst werden solle.

Herr Wieling ist der Meinung, dass zunächst die tatsächliche Abrechnung abgewartet werden sollte. Es sei ja nicht ausgeschlossen, dass es bei dem bisher bekannten Defizit von rd. 5.000,-- € bliebe, möglicherweise könnte auch ein Betrag von 10.000,-- € im Raume stehen. 

Dieser Auffassung schließen sich die Ausschussmitglieder an.